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20.06.2012; 12:40 Uhr
YouTube mahnt MP3-Konvertierungsdienst wegen Verstoß gegen Geschäftsbedingungen ab
Downloads von der Video-Plattform nicht mehr geduldet

Onlinemeldungen zufolge hat die Google-Tochter YouTube den Betreiber des Internetdienstes »YouTube-mp3« aufgefordert, den Internet-Service, mit dem man bisher ohne zusätzliche Software Videos in Musikstücke konvertieren konnte, einzustellen. YouTube habe auch sämtliche Server-Anfragen von »YouTube-mp3« blockiert, so dass der Dienst vorübergehend nicht mehr funktionierte. »YouTube-mp3« ermöglicht es den Nutzern, entsprechende YouTube-Videos in das mp3-Format umzuwandeln und herunterzuladen. Laut »TorrentFreak« begründet YouTube seine Unterlassungsaufforderung damit, dass das Angebot des Konvertierungsdienstes den Geschäftsbedingungen von YouTube und den Nutzungsbedingungen des YouTube-API (Application Programming Interface) widerspreche. Demnach sei es illegal YouTube-Inhalte zum Download anzubieten, die nicht explizit mit einem Download-Link gekennzeichnet sind. Lediglich Streams seien erlaubt.

Die Unterlassungsaufforderung soll bereits Anfang des Monats versendet worden sein, sodass die von YouTube gesetzte sieben-Tage-Frist zur Einstellung des Dienstes bereits verstrichen wäre. Für diesen Fall habe YouTube »rechtliche Konsequenzen« angekündigt. Auf eine Stellungnahme von »YouTube-mp3« habe YouTube bislang jedoch nicht reagiert. Alle Gesprächsangebote seitens »YouTube-mp3« seien bis jetzt ignoriert worden. 

Dokumente:

[IUM/ct]

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