mobiles Menü Institut für Urheber- und Medienrecht
06.07.2017; 22:13 Uhr
LG Köln untersagt weitestgehend Medienberichterstattung über Grönemeyer-Streit
Sänger obsiegt in drei Verfahren

Der Sänger Herbert Grönemeyer hat sich in drei Verfahren vor dem LG Köln erfolgreich gegen die Berichterstattung über eine Auseinandersetzung mit einem Fotografen und einem Kameramann im Jahr 2014 gewehrt. Angeblich hatte der Sänger zwei Fotoreporter geschlagen und verletzt. Grönemeyer bestritt diesen Vorwurf. Das LG Köln hat mit Urteilen vom 5. Juli 2017 die Medienberichterstattung über die Auseinandersetzung weitestgehend verboten. 

Onlinemeldungen zufolge hat das Gericht dem Bauer Verlag untersagt, Bilder des Vorfalls zu verbreiten und die Behauptung der Fotografen, Grönemeyer habe sie verletzt, nicht mehr zu veröffentlichen (Az.: 28 O 177/15). Dem Axel Springer Verlag ist es u.a. untersagt, zu verbreiten, Grönemeyer habe einen Fotografen gewürgt. Eine enstprechende Bildberichterstattung wurde ebenfalls untersagt (Az.: 28 O 178/15). Der Bunte Verlag wurde dazu verurteilt, in der kommenden Ausgabe der Zeitschrift »Bunte« eine Richtigstellung zu veröffentlichen (Az.: 28 O 225/15).

Dokumente:

[IUM/ct]

Permanenter Link zu dieser News Nr. 5892:

http://www.urheberrecht.org/news/5892/


Zurück zur Liste


Der kostenlose Service unserer Online-Redaktion.

Das IUM dokumentiert die politischen und rechtlichen Entwicklungen aus dem Bereich des Urheber- und Medienrechts und gibt einen tagesaktuellen Newsletter heraus. Dieser informiert über neue Gerichtsentscheidungen und laufende Gesetzgebungsverfahren und ist dabei dem Gebot strikter Neutralität verpflichtet. Fördermitglieder erhalten den Newsletter vorab per E-Mail. Sein Inhalt wird hier dokumentiert.

Hier können Sie sich für den IUM Newsletter anmelden!

Gerne schicken wir Ihnen auch alle aktuellen Informationen per Mail.