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17.04.2018; 20:51 Uhr
Streit über Affen-Selfie geht weiter
US-Gericht nimmt Vergleich nicht an

Seit nun mehr als drei Jahren beschäftigt die US-Gerichte der Streit um das Urheberrecht an und die gemeinfreie Verwendung von einem im Jahr 2011 geschossenen Selbstportrait eines Makaken-Affen. Nachdem ein  US-Gericht in San Francisco die Klage der Tierschutzorganisation PETA gegen den britischen Fotografen David Slater abgewiesen hatte (vgl. Meldung vom 12. Januar 2016), haben sich die Parteien im September 2017 auf einen Vergleich geeinigt (vgl. Meldung vom 12. September 2017). 

Wie »Heise Online« berichtet, hat nun das zuständige US-Berufungsgericht den Vergleich abgelehnt. Die Kammer wird den Fall verhandeln und ein Urteil sprechen. Das Gericht beurteile den von den Parteien angestrebten als »Taktieren«, um eine drohende Niederlage abzuwenden. Außerdem habe das Gericht vermerkt, »dass zwar PETA als Vertreter des Naruto getauften Affen in den Vergleich eingewiligt hat, Naruto jedoch kein Beteiligter am Vergleich ist. Damit bliebe durch Annahme des Vergleichs die Möglichkeit offen, dass in Narutos Namen später erneut ein Verfahren angestrebt werde - was dem Zweck eines Vergleichs zuwiderliefe.

Dokumente:

[IUM/ct]

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