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05.12.2003; 16:32 Uhr
Liedermacher Reinhard Mey fordert Radioquote
»Der Deutschanteil im englisch dominierten Popbereich liegt derzeit bei nur 1,5 Prozent«

Liedermacher Reinhard Mey stellt sich auf die Seite der Befürworter der Einführung einer Radioquote in Deutschland und unterstützt damit eine Initiative des Bundesverbandes der mittelständischen Wirtschaft (BVMW) und des Vereins Deutscher Sprache. Diese forderten am 5.12.2003 auf einer gemeinsamen Pressekonferenz eine 40-prozentige Radioquote für deutschsprachige Musik. Laut eines Berichts der dpa vom 5.12.2003 beklagte Mey die Dominanz anglo-amerikanischer Massenware. »Wir sind grundsätzlich gegen jede Art von Zwangsbeglückung. Aber außergewöhnliche Notlagen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Der Deutschanteil im englisch dominierten Popbereich liegt derzeit bei nur 1,5 Prozent«, erklärte VDS-Chef Walter Krämer. BVMW-Präsident Mario Ohoven betonte das Erfordernis einer Quoteneinführung um eine Chancengleichheit für die mittelständisch strukturierte Musikwirtschaft gegenüber den internationalen Produktionen herzustellen. Zur Begründung verwies Ohoven auf das französische Quotengesetz vom 1.2.1994. Danach sind die Radiosender verpflichtet, vierzig Prozent des zwischen 6.30 Uhr und 22.30 Uhr ausgestrahlten Musikprogramms aus französischen Produktionen zusammenzustellen. Von diesen Liedern muss wiederum die Hälfte »von neuen Talenten oder neuen Produktionen« sein.

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[IUM/kr]

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