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13.11.2012; 09:59 Uhr
USA: 15 Jahre Freiheitsstrafe für Verkauf von Raubkopien
Ermittler finden 10.500 Raubkopien bei Hausdurchsuchung

US-Medienberichten zufolge wurde ein 37-Jähriger in Mississippi wegen des Verkaufs illegal hergestellter Film- und Musikstückkopien zu 15 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Der Freiheitsstrafe schließen sich drei Jahre Überwachung des Entlassenen an, der so genannte »supervised release«. Wie »TorrentFreak« berichtet, war ein Mitarbeiter der dem Generalstaatsanwalt unterstellten Intellectual Property Theft Task Force Patrick Lashun King auf die Schliche gekommen als er ihm fünf raubkopierte Filme und eine Musik-CD abkaufte. Bei den folgenden Haus- und Bürodurchsuchungen fanden die Beamten die Ausrüstung zur Anfertigung der Kopien sowie insgesamt 10.500 raubkopierte DVDs. Trotz seines Geständnisses hinsichtlich der sechs an den Mitarbeiter der Intellectual Property Theft Task Force verkauften Raubkopien erhielt King die laut »TorrentFreak« bisher höchste bekannte für Urheberrechtsverletzungen verhängte Strafe. Der Täter weist allerdings ein interessantes Vorstrafenregister auf. Vor 17 Jahren erhielt King fünf Jahre Freiheitsstrafe wegen des Angriffs auf einen Polizisten. 2003 stand er wegen CD-Piraterie ein Jahr unter Hausarrest.

»TorrentFreak« weist auf einen weiteren hartgestraften Fall wegen Raubkopierens in Mississippi hin. Vor zwei Wochen erhielt ein Mann für den Verkauf einer Filmraubkopie eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren. 

Die Recording Industry Association of America (RIAA) begrüßt das Urteil gegen King. »Dieses Urteil zeigt, dass der Raub geistigen Eigentums in Mississippi als ein gravierendes Verbrechen geahnded wird und bestätigt, dass es sich häufig um Serientäter handelt, für die der Diebstahl geistigen Eigentums der bequemste und profitabelste Weg ist andere zu bestehlen«, so Brad Buckles, stellvertretender Vorstandsvorsitzender, Anti-Piracy, der RIAA.

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