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09.09.2013; 19:40 Uhr
E-Book-Streit: US-Gericht verhängt scharfe Maßnahmen gegen Apple
Apple kündigt bereits jetzt Berufung an

Im Streit um wettbewerbswidrige Preisabsprachen bei E-Books hat die zuständige US-Bezirksrichterin nun die Strafe gegen Apple festgesetzt, nachdem das Gericht im Juli zur Überzeugung kam, dass Apple illegalerweise Preise im amerikanischen E-Book-Markt mit Verlagen abgesprochen hat (vgl. Meldung vom 12. Juli 2013).

Apple darf nach der richterlichen Verfügung u.a. ab dem 3. Oktober für zwei Jahre keine Verträge mit den ursprünglich mitangeklagten Verlagen aushandeln, die zu günstigeren als bisher angebotenen E-Books führen würden. Danach ist eine gestaffelte Bannfrist für die jeweiligen Verlage vorgesehen. Außerdem hat das Gericht die umstrittene Klausel, die es Verlagen untersagt, ihre E-Books an andere Verkäufer günstiger anzubieten als an Apple, gekippt. Das Urteil sieht ferner vor, dass Apple für den Zeitraum von zwei Jahren zwei unabhängige Prüfer zulassen muss, die über die Einhaltung der vom Gericht festgesetzten Auflagen wachen. 

Apple hat bereits angekündigt, gegen die Verfügung in Berufung gehen zu wollen.

Dokumente:

[IUM/ct]

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