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23.01.2012; 10:12 Uhr
Aus von »Megaupload« zeigt Wirkung bei anderen Filesharing-Unternehmen
»Rapidshare« jedoch unbeeindruckt

Nachdem der Filehoster »Megaupload« am vergangenen Donnerstag von internationalen Behörden vom Netz genommen wurde, zeigt die Aktion offenbar auch Wirkung bei anderen Sharehostern. Am Sonntag habe »FileSonic« ohne Angabe von Gründen die Sharing-Optionen seines Angebotes eingestellt. Künftig sei es nur noch möglich, bei »FileSonic« Dateien herunterzuladen, die man zuvor selbst heraufgeladen habe, meldet »n-tv«. Kurz nach der Schließung von »Megaupload« sperrte »Uploaded.to« seinen Dienst für US-Anwender, so »Heise Online«. Am Freitag habe »Fileserve« reagiert, indem es sein Partner-Programm beendete, auf dessen Grundlage Uploader beliebter Dateien ausbezahlt wurden. 

Wie »Chip Online« berichtet, sehe sich das Schweitzer Unternehmen »rapidshare« hingegen auch nach dem Aus von »Megaupload« nicht in Gefahr. Firmensprecher Daniel Raimer: »Wir sind auf Grund der Razzia weder besorgt noch verängstigt. Das Filehosting an sich ist ein legales Geschäft.«

Am vergangenen Donnerstag beschlagnahmte das FBI Server des Sharehosters »Megaupload« und ließ dessen Gründer, den Deutschen Kim Schmitz, und drei weitere führende Mitarbeiter der Firma verhaften. Medienberichten zufolge drohen Schmitz etwa 20 Jahre Haft u.a. wegen Urheberrechtsverstößen und Geldwäsche. Er soll zusammen mit sechs Geschäftspartnern mit »Megaupload« über 175 Millionen Dollar eingenommen haben. Sie sollen Raubkopierer dafür bezahlt haben, illegale Kopien von geschützten Filmen, Musiktiteln oder Software bei »Megaupload« heraufzuladen.  

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[IUM/ct]

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