Institut für Urheber- und Medienrecht

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21.10.2003; 17:47 Uhr
Neue Verhandlungen über so genannten »screener ban«
Video- und DVD-Verbot für Oscar-Juroren soll möglicherweise gelockert werden

Im Streit um den Versendungsstopp von Filmkopien auf Video und DVD an Oscar-Juroren und andere Preisrichter kommt es möglicherweise zu einem teilweisen Einlenken der Motion Picture Association of America (MPAA). Der so genannte »screener ban« wurde verhängt, um die Herstellung von Raubkopien zu verhindern. Laut US-Medienberichten hat sich der Filmindustrieverband dazu entschieden, den Versand von Screeners wieder zuzulassen, diesen allerdings auf VHS-Kassetten zu beschränken. Die weniger einfach zu kopierenden Videos sollen mit einer Kodierung versehen werden, mit deren Hilfe der ursprüngliche Empfänger identifiziert werden kann. Außerdem sollen nur noch Mitglieder der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, die über die Oscar-Nominierung und -Vergabe entscheiden, die Bänder erhalten. Eine offizielle Stellungnahme der MPAA zu dem »screener ban« wird in den nächsten Tagen erwartet. Von dem Versandverbot fühlten sich vor allem kleine Produktionsunternehmen, deren Filme nur in wenigen Kinos zu sehen sind und somit von Preisrichtern kaum wahrgenommen werden können, betroffen.

Institutionen:

[IUM/kr]

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