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16.12.2010; 10:35 Uhr
»Wikimedia« will Creative Commons-Klagen unterstützen
Referenzverfahren bei Rechtsfragen, die noch nicht höchstrichterlich geklärt sind

Der Verein »Wikimedia Deutschland« hat diese Woche angekündigt, künftig Klagen von Urhebern, die ihre Werke unter Creative Commons-Lizenzen öffentlich zugänglich machen, zu unterstützen. Der Vereinsvorstand bemängelt vor allem die fehlende Einhaltung der erforderlichen Urhebernennung. Dabei ginge es einigen Urhebern um die Wahrung ihres Persönlichkeitsrechts, andere, z.B. Fotografen, würden Schadensersatzansprüche geltend machen wollen. Der Verein sehe sich in erster Linie als Förderer freien Wissens. Daher werde man sich auf Klagen beschränken, die höchstrichterlich noch ungeklärte Rechtsfragen zum Gegenstand haben.

Im November setzte sich ein belgisches Gericht mit der Frage auseinander, ob es rechtsmissbräuchlich ist, Werke erst unter einer freien Lizenz anzubieten und dann bei Verstoß gegen die Lizenzbedingungen (im konkreten Fall dreifach durch unterlassene Nennung, kommerzielle Nutzung und Verwendung als Hintergrundmusik) Schadensersatz zu verlangen (vgl. Meldung vom 11. November 2010). Das Gericht setzte nach Billigkeitserwägungen die Schadensersatzsumme niedriger an.

Dokumente:

[IUM/eg]

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