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06.03.2012; 11:21 Uhr
Gemeinsame Stellungnahme von Interessenverbänden der Filmbranche zur Novellierung des Filmförderungsgesetzes
»FFG zukunftsfähig machen«

Um den Novellierungsbedarf des in seiner aktuellen Fassung am 31. Dezember 2013 auslaufenden Filmfördergesetzes (FFG) festzustellen, hat die Filmförderungsanstalt (FFA) sämtliche Verbände und Interessenvertreter der Filmwirtschaft um eine Stellungnahme gebeten. Der Gesetzesentwurf zum »FFG 2014 - 2018« soll laut FFA noch vor Juli 2013 abgeschlossen werden. Vor diesem Hintergrund fassten der Verband der Filmverleiher (VdF), der Hauptverband der Filmtheater (HDF), der Bundesverband Audiovisuelle Medien (BVV) und die Allianz Deutscher Produzenten Film & Fernsehen (Produzentenallianz) in einer gemeinsamen Stellungnahme ihre Meinungen und Vorschläge zu Art und Umfang der Förderung sowie zur Organisation der FFA zusammen. Erklärtes Ziel des gemeinsamen Vorschlages ist es, »die Zukunft der Filmförderung auf der Grundlage des FFG zu sichern, die Strukturen der FFA zu verschlanken und die Produktions- und Verleihförderung wieder stärker in den Mittelpunkt der Fördertätigkeit der FFA zu rücken«.

Da die von der FFA zu leistenden Förderaufgaben nach Auffassung der vier Verbände zu vielfältig geworden seien, halten sie eine »Rückbesinnung auf die Kernaufgaben des FFG«, nämlich die Förderung des deutschen Kinofilms, für geboten. Wir wollen »eine Konzentration der Fördertätigkeit der FFA auf die wichtigsten Förderbereiche«, so Johannes Klingsporn, Geschäftsführer des VdF. Im Mittelpunkt stehe neben der Produktionsförderung auch eine stärkere Verleihförderung, die dazu beitragen solle, dem deutschen Kinofilm auch weiterhin zu der erforderlichen Präsenz in den Kinos zu verhelfen. Joachim A. Birr, Geschäftsführender Vorstand des BVV, erklärt, mit der Novellierung solle dem, dem FFG zugrunde liegenden Solidaritätsgedanken eine erneute Basis geschaffen werden.

Ein Kernpunkt der gemeinsamen Stellungnahme ist die künftige Finanzierung der FFA. Danach sollen die verschiedenen Einzahler etwa in gleicher Höhe belastet werden. Neue Verwertungskanäle, wie VoD, Internetanbieter und Telekommunikationsunternehmen sowie sonstige Verwerter sollen in Zukunft stärker zur Finanzierung herangezogen werden. In diesem Zusammenhang machen die vier Verbände konkrete Gestaltungsvorschläge, die zur Erhöhung der Mittel zur Finanzierung der FFA sowie zu einem »deutlich höheren« Fördervolumen führen sollen. Neben der Umgestaltung der Abgaben- und Finanzierungsbeiträge sollen aus Sicht der Verbände eine Reduzierung der Ausgabenseite sowie organisatorische Veränderungen angestrebt werden. 

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