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07.06.2006; 11:50 Uhr
Telekom überträgt Fußball-Bundesliga nicht per Kabel und Satellit
DFL gewinnt Bonner Unternehmen als Hauptsponsor - Premiere droht Verlust der Sportsbar-Rechte

Im Streit um die Übertragungsrechte der Fußball-Bundesliga hat sich die Deutsche Fußball Liga (DFL) mit der Deutschen Telekom geeinigt. Wie die DFL am 7.6.2006 mitteilte, haben sich die beiden Partner ein mehrstufiges Sponsoring vereinbart. Dabei wird das Telekommunikationsunternehmen als »Premium-Sponsor« der Liga zunächst für zwei Jahre auf Trikotärmeln und Auswechseltafeln erscheinen, im Gegenzug verpflichtete es sich, seine von der DFL erworbenen Übertragungsrechte für das Internet ausschließlich für das im Aufbau befindliche VDSL-Netz zu nutzen. Die Telekom hatte bis zuletzt angekündigt, IP-Signale auch über Kabel und Satellit verbreiten zu wollen. In dieser Frage sind DFL und Telekom auch weiterhin unterschiedlicher Rechtsauffassung, jedoch machte der Sportrechtevermarkter Arena den Weg für eine Beilegung des Streits frei, indem er auf eine Weiterleitung eines IP-Signals an Dritte verzichtete - dies war ein weiterer Streitpunkt zwischen den Beteiligten.

Mit dieser Einigung haben sich die Aussichten der Premiere AG verschlechtert, ihren Reichweitenverlust durch eine Zusammenarbeit mit der Telekom in Grenzen zu halten (siehe hierzu die eigene Meldung vom 22.5.2006). Als weiterer Schlag droht nun nämlich auch der Verlust der so genannten »Sportsbar-Rechte«. Einem Bericht der »faz.net« vom 7.6.2006 zufolge beabsichtigt die DFL die Rechte, die zur Übertragung der Bundesliga in Kneipen, Bars, Gaststätten und Hotels berechtigten, nicht mehr an Premiere, sondern ebenfalls an Arena zu vergeben.

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