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30.08.2007; 10:12 Uhr
ALM: Noch kein Durchbruch bei Digitalisierung
Grundverschlüsselung ja, aber kein »Pay-TV light«

Mit einem Anstieg um rund neun Prozent auf nunmehr 40 Prozent der deutschen Haushalte, die digitales Fernsehen empfangen können, schreitet die Digitalisierung voran. Zu diesem Ergebnis gelangt der Digitalisierungsbericht 2007 der Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten und der Gemeinsamen Stelle Digitaler Zugang (GSDZ). Gleichwohl sei damit ein Durchbruch nicht erreicht, da insbesondere die Steigerung beim wichtigsten Übertragungsweg, dem Kabel, am geringsten ausfalle. Hier haben lediglich 16,2 Prozent der Haushalte die Möglichkeit, digitales Fernsehen zu nutzen. Daher werde beim Kabel die Zielmarke, bis 2010 den vollständigen Umstieg auf digitale Übertragung zu schaffen, nicht mehr erreicht, der Vorsitzende der GSDZ, Hans Hege. Marktführer hingegen bei der Digitalisierung hingegen ist das Satellitenfernsehen mit über 60 Prozent an Digitalhaushalten.

Um die Digitalisierung weiter voranzubringen und die Verbraucher zu überzeugen, kommt dem Bericht zufolge die Adressierbarkeit von Empfangsgeräte eine Schlüsselrolle zu. Dadurch könnten zusätzliche Inhalte finanziert werden, für die die Werbe- und Gebührenfinanzierung nicht ausreiche. Der Mehrnutzen müsse für den Verbraucher erkennbar werden, um die Akzeptanz digitaler Angebote insgesamt zu fördern. Dies spreche daher auch gegen ein »Pay-TV light«, indem private Fernsehveranstalter ihre Hauptprogramme grundverschlüsselten, um so zusätzliche Einnahmen zu generieren. »Wir müssen für eine kritische Masse sorgen, damit sich das Angebot zusätzlicher Programme lohnt«, so Hege. Zur kritischen Masse gehörten eben aber auch die Hauptprogramme der Privaten.

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