Institut für Urheber- und Medienrecht

19.02.2003; 15:55 Uhr
Presserat rügt "Neue Revue" wegen Berichts über Fischer-Ehe
Verletzung des Persönlichkeitsrechts

Der Deutsche Presserat hat die "Neue Revue" auf seiner Sitzung vom 18.2.2003 wegen eines Berichts über die Ehe von Bundesaußenminister Joschka Fischer (GRÜNE) öffentlich gerügt. Die Zeitschrift hatte in Tatsachenform über Eheprobleme Fischers berichtet und durch Fotos zu belegen versucht, dass die Ehe Fischers mit seiner vierten Ehefrau Nicola Leske zu Ende sei und nicht mehr zu retten wäre. Der Presserat meinte, bei dieser Darstellung habe das Blatt aus dem Bauer-Verlag die gebotene Zurückhaltung nicht beachtet und die Persönlichkeitsrechte Leskes verletzt. Kritik musste sich in der Sitzung des Presserats vom 18.2.2003 auch die Münchener "Abendzeitung" gefallen lassen. Sie hatte in einer Schlagzeile auf der ersten Seite über eine Anzeige gegen einen bayerischen Schauspieler wegen Ladendiebstahls mit vollem Namen und Foto berichtet. Zwar war im Fall tatsächlich ein Ermittlungsverfahren anhängig. Nach Auffassung des Presserats rechtfertigte das aber nicht die Namensnennung, weil diese völlig unverhältnismäßig gewesen sei. Weitere Rügen ergingen gegen die "Mittelbayerische Zeitung" und die "BILD"-Zeitung.

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