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10.08.2006; 11:24 Uhr
VDSL: Telekom droht mit Ausbaustopp
Befristete Befreiung von Regulierung unerlässlich - ECTA sieht Breitband-Wachstum in Deutschland gefährdet

Die Deutsche Telekom hat ihre Forderung nach einer befristeten Befreiung seines im Ausbau befindlichen VDSL-Glasfasernetzes von der Regulierung bekräftigt. Andernfalls droht sie nach einem Bericht von »pcwelt.de« mit einem Stopp des Ausbaus. Anlass für diese Ankündigung ist der Entschluss des australischen Telekomkonzerns Telstra, ein ähnliches Projekt nicht weiter zu verfolgen, da die nationalen Wettbewerbsbehörden nach Ansicht von Telstra den Konkurrenten einen zu günstigen Zugang zum Netz gewähren wollten. Dieses Beispiel solle in Deutschland zu denken geben - so sollten die »Pioniergewinne« seinem Unternehmen zukommen, sagte Telekom-Vorstandschef Kai-Uwe Ricke. Der Regierungsentwurf zur Novellierung des Telekommunikationsgesetzes sieht bislang eine solche Ausnahmeregelung vor, in der die Europäische Kommission jedoch einen Verstoß gegen EU-Recht sieht und sie daher ablehnt (siehe hierzu Meldung vom 29.6.2006).

Die European Competitive Telecommunications Association (ECTA) fürchtet im Falle einer solchen Regulierungsbefreiung um die das Wachstum in Deutschland im Bereich der Breitbandanschlüsse, das bei den SL-Anschlüssen bislang sehr erfreulich ausalle. Wie »heise online« berichtet, warnt der Verband vor neuen Monopolpreisen und dem negativen Vorbildcharakter für andere europäische Ex-Monopolisten.

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