Institut für Urheber- und Medienrecht

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13.02.2012; 13:39 Uhr
Kino-Digitalisierung: Appell an die Filmwirtschaft zur finanziellen Beteiligung an der digitalen Umrüstung
»Filmverleiher profitieren von Umrüstung, stehlen sich aber aus der finanziellen Verantwortung«

Wie »mediabiz« berichtet, begrüßt die Arbeitsgemeinschaft Kino - Gilde deutscher Filmkunsttheater (AG Kino) die Aufforderung von Kulturstaatsminister Bernd Neumann zur finanziellen Beteiligung der Filmwirtschaft an der digitalen Umrüstung der Kinos. Im Rahmen einer Sitzung des Ausschusses für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages zur Bewahrung des Filmerbes erklärte Neumann: »Die Bundesregierung hat das Ziel, unser nationales Filmerbe für die Öffentlichkeit auf Dauer zugänglich zu erhalten. Ohne die Digitalisierung unseres bedeutenden Filmerbes werden wir es künftig in der digitalen Medienwelt nicht mehr sehen können.« Zur schrittweisen Erreichung dieses Ziels sollen dem Bundesarchiv in einem ersten Schritt 230.000 Euro für die Digitalisierung von historischem Filmmaterial von der Bundesregierung zur Verfügung gestellt werden, so Neumann. Ein weiterer Finanzierungsanschub folge dann durch die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung als auch die DEFA-Stiftung, welche jeweils 100.000 Euro bereitstellen werden. Neumann sehe allerdings auch die Filmbranche in der Verantwortung. Auch die Filmwirtschaft müsse über die von ihr finanzierte Filmförderanstalt (FFA) einen substanziellen Beitrag dazu leisten, damit unser Filmerbe in den umgerüsteten Kinos weiterhin gezeigt werden könne. 

Vorstandsvorsitzender der AG Kino, Christian Bräuer, erklärt: »Wir werden von Verleiherseite immer wieder vertröstet und bleiben auf den Umrüstungskosten sitzen.« Nach Ansicht der AG Kino ist es »inakzeptabel«, dass die Verleiher diejenigen sind, die von der Umrüstung profitieren, sich aber gleichzeitig aus der Verantwortung stehlen. Mehr als 1500 FFA-förderfähige Leinwände sollen seit einem Jahr auf den Verleiherbeitrag warten, der über ein Treuhandmodell der FFA ausgezahlt werden soll, heißt es in der Pressemitteilung der AG Kino. Laut »meidabiz« habe die FFA bestätigt, dass die insgesamt von den Verleihern zugesagten 20 Mio. Euro zur Digitalisierungsförderung weiterhin nicht zur Verfügung stünden. »Ich bin aber zuversichtlich, dass in den nächsten Monaten genügend Veleiher zugesagt haben, damit das Geld zur Verfügung steht«, so die zuständige FFA-Mitarbeiterin Eva Matlok

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[IUM/ct]

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