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24.10.2018; 20:43 Uhr
Rundfunkbeitrag soll an Inflationsrate gekoppelt werden
Mehr Planungssicherheit und Flexibilität für die Sender

Für die Kopplung des Rundfunkbeitrags an die Inflationsrate hat sich der Präsident der Bayerischen Landeszentrale für Medien und Gastgeber der derzeit stattfindenden Medientage München, Siegfried Schneider, ausgesprochen. »Feste Budgets und ein Teuerungsausgleich um den Wert der Inflation haben den Vorteil der Planungssicherheit für die Sender«, so Schneider laut »Heise Online« vor Beginn der Konferenz. Das bisherige Verfahren habe hingegen Nachteile. »Es scheint doch, dass die Sender mehr anmelden, weil sie erwarten, dass ein Teil wieder weggestrichen wird. Eingespartes wiederum kann nicht woanders verwendet werden. Mit einem frei verfügbaren Budget wären Sender flexibler.«

Schneider betont jedoch, dass zuvor die Politik klar definieren müsse, welchen Auftrag ARD, ZDF und Deutschlandradio haben und wie viel Geld dafür nötig sei. 

Bereits im Juni plädierten die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, Hamburg, Sachsen und Thüringen dafür, den Rundfunkbeitrag zu indexieren. Man wolle eine Finanzstruktur, »die den Anstalten den Raum gibt, ihren Programmauftrag im Rahmen eines festen Budgets erfüllen zu können«, so Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther damals (vgl. Meldung vom 12. Juni 2018).

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