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30.10.2008; 19:09 Uhr
Börsenverein kritisiert Vereinbarung zwischen Google und Verlegern
Einigung zur Buchsuche sei »Trojanisches Pferd«

Der Börsenverein des deutschen Buchhandels hat die Einigung von Google mit der US-amerikanische Autorenvereinigung Authors Guild und der Association of American Publishers (AAP) im Rechtsstreit um den Dienst »Google Book Search« (vgl. Meldung vom 29. Oktober 2008) als »Schritt in die falsche Richtung« bezeichnet. Die Vereinbarung gleiche einem »Trojanischem Pferd«, durch das Google die weltweite Wissens- und Kulturverwaltung übernehmen könne, wie Alexander Skipis, der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins, in einer Pressemitteilung vom 29. Oktober 2008 zitiert wird. Die Vereinbarung ermögliche eine Monopolisierung des Informationshandels und könne bis zur Steuerung der Einkäufe der Verbraucher führen.

Das Prinzip, dass sich Autoren, die eine Veröffentlichung ihrer Werke in Googles Buchsuche verhindern wollen, in ein Register eintragen müssen, widerspreche dem Konzept des europäischen Urheberrechts. Auch das von Google ins Feld geführte Argument, einen breiten Zugang zu diesen Inhalten bieten zu wollen, könne für Europa nicht gelten, da hier bereits rechtliche Regelungen und unabhängige Modelle für einen solchen Zugang bestünden, die die kulturelle Vielfalt in Deutschland und Europa sicherten, so Skipis

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