ARD und ZDF einigen sich mit Kirch über Fußball-WM im Digital-TV
ARD und ZDF haben sich mit der Kirch-Gruppe über die umstrittene Ausstrahlung der Fußball-WM 2002 im digitalen Fernsehen geeinigt. Der ARD-Vorsitzende Fritz Pleitgen (WDR) und sein ZDF-Kollege Markus Schächter teilten am 15.4.2002 in Mainz mit, man habe eine technische Lösung gefunden, die aller Wahrscheinlichkeit nach verhindere, dass die Berichte außerhalb Deutschlands empfangen werden könnten. Die Kirch-Gruppe hatte auf eine entsprechende Beschränkung gedrängt. Hintergrund waren mögliche Schadensersatzansprüche von Vertragspartnern des Münchener Medienunternehmens, die für die Fußball-WM exklusive Senderechte für andere europäische Länder erworben haben. Die Übertragung der Begegnungen im digitalen Programmangebot der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten war deshalb vorübergehend in Frage gestellt. Bei einer Nichtausstrahlung hätten rund eine Million deutsche Haushalte das Nachsehen gehabt, die nur noch digitale Fernsehgeräte haben.
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