mobiles Menü Institut für Urheber- und Medienrecht
22.01.2026; 17:16 Uhr
Namentliche Nennung des Familienanwalts der Block-Familie zulässig
Entscheidung des LG Berlin II

Das Landgericht (LG) Berlin II entschied mit Urteil vom 6. Januar 2026, dass der Familienanwalt der Familie Block in einem Artikel der Bild-Zeitung namentlich genannt und abgebildet werden durfte (27 O 412/25, Veröffentlichung in ZUM bzw. ZUM-RD folgt). Darüber berichtet unter anderem beck-aktuell.

Der Jurist wandte sich im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes gegen die Berichterstattung. Er vertrat die Auffassung, dass man über ihn mangels eigener Prominenz nicht identifizierend berichten dürfe.

Das Gericht sah dies jedoch anders und entschied, dass die Zulässigkeit einer identifizierenden Wort- und Bildberichterstattung nicht auf Politiker und Prominente beschränkt sei. Zwar greife der Bericht in die Persönlichkeitsrechte des Anwalts ein, im konkreten Fall müssten diese jedoch hinter der Meinungs- und Pressefreiheit zurücktreten.

Dokumente:

Institutionen:

[IUM/fh]

Permanenter Link zu dieser News Nr. 7871:

https://www.urheberrecht.org/news/7871/


Zurück zur Liste


Der kostenlose Service unserer Online-Redaktion.

Das IUM dokumentiert die politischen und rechtlichen Entwicklungen aus dem Bereich des Urheber- und Medienrechts und gibt einen tagesaktuellen Newsletter heraus. Dieser informiert über neue Gerichtsentscheidungen und laufende Gesetzgebungsverfahren und ist dabei dem Gebot strikter Neutralität verpflichtet. Fördermitglieder erhalten den Newsletter vorab per E-Mail. Sein Inhalt wird hier dokumentiert.

Hier können Sie sich für den IUM Newsletter anmelden!

Gerne schicken wir Ihnen auch alle aktuellen Informationen per Mail.