Institut für Urheber- und Medienrecht

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10.11.2005; 17:10 Uhr
Schutz geistigen Eigentums kostet jährlich Milliarden
US-Studie: Mehrkosten von mindestens 80 Milliarden Dollar

Das US-amerikanische Center for Economic and Policy Research (CEPR) hat in einer im Oktober 2005 veröffentlichten Studie die jährlichen Kosten zum Schutz des geistigen Eigentums untersucht. Danach führen die etablierten Schutzsysteme zu ökonomischer Ineffizienz. Insbesondere das US-amerikanische Patent- und Copyright-System fördere die Monopolbildung und treibe so die Kosten um mindestens 80 Milliarden Dollar in die Höhe, die dann letzten Endes durch den Verbraucher zu tragen seien.

Vor allem im Softwarebereich wird laut der Studie »Opening Doors and Smashing Windows: Alternative Measures for Funding Software Development« der Entwicklungsprozess verzerrt. Inhaber geistiger Rechte wendeten große Summen zu deren Schutz auf und verpflichteten die Lizenznehmer zur Einhaltung von Nutzungsvereinbarungen. Dies zieht wiederum das aufwendige Nachprogrammieren geschützter Software nach sich.

Als Alternative schlägt das CEPR u.a. die staatliche Finanzierung von konkurrierenden Software-Entwicklungsunternehmen vor, die ihre Produkte anschließend frei verfügbar machen müssten. Die Studie erwartet hierdurch Einsparungen, die die Konsumenten entlasten und so deren Kaufkraft stärken würden.

Dokumente:

Institutionen:

[IUM/hl]

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