Institut für Urheber- und Medienrecht

16.11.2005; 17:18 Uhr
IFPI Schweiz nimmt private Raubkopierer ins Visier
(Halb-) Professionelle Musikpiraten unter Kontrolle

Die Schweizer Landesgruppe der International Federation of the Phonographic Industry (IFPI Schweiz) will mit ihrer Aktion »Game Over« zunächst solche Raubkopierer verfolgen, die viele Musikfiles im Internet verbreiten. Da das in der Schweiz verankerte Prinzip der individuellen Verantwortung nicht wie erwartet zu einer Respektierung des geistigen Eigentums geführt habe, sollen nun Urheberrechtsverletzungen auf zivil- und strafrechtlichem Wege verfolgt werden, so Beat Högger von der IFPI Schweiz. Nach Angaben des Verbandes beträgt der Umsatzeinbruch durch Raubkopieren mehr als 25 Mio. Franken jährlich, der Gesamtschaden seit 2001 rund 135 Mio. Franken.

Laut Högger sei der professionelle und halbprofessionelle Bereich der Raubkopierer nach Beendigung von 1.200 von 1.500 Fällen unter Kontrolle. Nun richte sich der Augenmerk auf erwachsene, berufstätige Menschen, die meinten, nicht erwischt zu werden.

Die Aktion beschränkt sich nicht auf bestimmte »Peer-to-Peer«-Plattformen und war seit Anfang November diesen Jahres durch Instant Messages den Tauschbörsenteilnehmern angekündigt worden.

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