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22.12.2005; 16:17 Uhr
Schleichwerbung: ARD will von Bavaria Schadensersatz fordern
Produktionsgesellschaft droht Vertragsstrafe in Höhe von ca. 2,5 Mio. EUR
Der Skandal um die Schleichwerbung in den ARD-Serien »Marienhof« und »In aller Freundschaft« hat ein juristisches Nachspiel. Wie der »Spiegel« in seiner Onlineausgabe vom 22.12.2005 berichtet, beabsichtigt die ARD die für die Serien verantwortliche Produktionsgesellschaft Bavaria Film auf Schadensersatz in Anspruch zu nehmen. Dabei bezieht sich die ARD auf die abgeschlossenen Produktionsverträge, nach denen bezahltes Product-Placement ausdrücklich untersagt und für den Fall der Zuwiderhandlung eine Vertragsstrafe in Höhe von zehn Prozent des Auftragswerts vorgesehen ist. Da sich dieser allein für die Daily-Soap »Marienhof« auf 20 Mio. EUR jährlich beläuft, summiert sich die Forderung der ARD laut »Spiegel Online« auf rund 2,5 Mio. EUR. Der Schadensbetrag soll jedoch nicht zur Finanzierung neuer Folgen der Serie dienen. Die Produktionsfirma Bavaria Film hatte seit Mitte der 90er Jahre einer kommerziellen Vermittlungsagentur erlaubt, verdeckte Werbung von Industrie und Interessenverbänden zu akquirieren. Für die Platzierung der Produkte der Unternehmen in der Serie haben die Produzenten Geld und somit unerlaubte Nebeneinnahmen erhalten. Dokumente:Institutionen:Permanenter Link zu dieser News Nr. 2510: http://www.urheberrecht.org/news/2510/
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