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05.04.2006; 18:05 Uhr
CLRA fordert Reform der Urheberrechtsabgaben in Europa
»Abgaben in Deutschland steigen bis 2009 um 100 Mio. EUR«

Anlässlich ihrer Gründung weist die Copyright Levies Reform Alliance (CLRA) auf die Notwendigkeit der Reform des Abgabensystems für Urheber in Europa hin. »Urheberrechtsabgaben sind ungerecht, diskriminierend und nicht transparent, und laufen den Bestrebungen der EU zuwider, den Zugang zur Informationsgesellschaft zu garantieren«, sagte Mark McGann, Sprecher der CLRA. Nur durch eine Abschaffung des pauschalen Abgabensystems könne die permanente Benachteiligung von Künstlern, Verbrauchern sowie der Industrie beendet werden, zugleich würden neue Impulse für Investitionen und Innovation gegeben.

Laut einer Pressemitteilung vom 5.4.2006 sei in den nächsten drei Jahren mit einem weiteren Anstieg des Abgabenaufkommens in neun EU-Ländern, darunter Deutschland und Frankreich, von gegenwärtig 1,57 Mrd. EUR auf 2,12 Mrd. EUR im Jahr 2009 zu rechnen, für Deutschland wird ein Anstieg von 353 auf 454 Mio. EUR prognostiziert. Bis 2011 soll der Anteil von Online-Downloads rund 36 Prozent vom gesamten Musikmarkt ausmachen. Damit werde die Überlegung, die der EU-Informationsrichtlinie zugrunde liegt, ein solches digitale Rechtemanagement führe zum Absinken des Abgabenaufkommens, widerlegt und die Notwendigkeit einer Reform vor Augen geführt. Die CLRA ist eine Vereinigung von Unternehmen der Informations- und Telekommunikationstechnologie-Industrie sowie Herstellern von Unterhaltungselektronik und digitalen Medien.

Dokumente:

[IUM/hl]

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