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21.11.2008; 10:46 Uhr
Start der Online-Bibliothek »Europeana« mit Kapazitätsproblemen
Hohe Zugriffszahlen zwingen zum Relaunch Mitte Dezember
Das Projekt »Europeana« der Europäischen Kommission, das den Abruf von zunächst zwei Millionen digitalisierten Büchern, Texten, Karten, Ton- und Videoaufnahmen ermöglichen soll, ist gleich zum Start am 20. November 2008 mit einem riesigen Besucheransturm von über 10 Millionen Zugriffen pro Stunde überrannt worden. Die Online-Bibliothek ist derzeit wieder offline, ein Hinweis auf der Homepage kündigt eine Überarbeitung des Systems und einen Neustart Mitte Dezember 2008 an. Die Inhalte der Datenbank stammen vo über 1000 Institutionen der 27 EU-Mitgliedsländer. Bis zum Jahr 2010 soll ihre Zahl auf 10 Millionen wachsen, wie die zuständige EU-Medienkommissarin Viviane Reding anlässlich des Starts von »Europeana« ankündigte. Darin sei jedoch keine Konkurrenz zu Googles Digitalisierungsoffensive »Book Search« zu sehen, wie der Betreuer des »Europeana«-Projekts, Jill Cousins in einer Meldung des »Handelsblatt« zitiert wird. Beide Dienste seien vielmehr komplementär. Google selbst begrüßt ebenfalls den Start von »Europeana« als starkes Signal für Autoren, Verlage, Bibliotheken und Technologiefirmen zur Mitarbeit an Digitalisierungsprojekten. Auch eine Kooperation mit »Europeana« schloss Google nicht aus. Zur Vermeidung von Rechtsstreitigkeiten, wie bei »Google Book Search«, enthält »Europeana« zunächst keine urheberrechtlich geschützten Werke. Es laufen jedoch Verhandlungen mit Rechteinhabern, um zukünftig auch Inhalte anbieten zu können, für die Urheberrechtsschutz besteht. Dokumente:Institutionen:Permanenter Link zu dieser News Nr. 3461: http://www.urheberrecht.org/news/3461/
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