Institut für Urheber- und Medienrecht

17.07.2012; 13:37 Uhr
Großbritannien: Wissenschaftliche Arbeiten ab 2014 kostenlos im Internet abrufbar
Einführung von »Open Access« zur britischen Forschung

Die britische Regierung will innerhalb der nächsten zwei Jahre einen freien Zugang zu wissenschaftlichen Arbeiten einführen. Medienberichten zufolge sollen wissenschaftliche Publikationen, die mit öffentlichen Geldern erzielt wurden, der Öffentlichkeit kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Derzeit zahlten die britischen Universitäten laut »The Guradian« für die Abonnements der Fachzeitschriften, in denen betreffende Artikel und Aufsätze veröffentlicht werden, jährlich 200 Millionen britische Pfund (über 255 Millionen Euro). Dieses Sytsem des »subscriber pays« soll nun im Rahmen des geplanten »Open-Access«-Vorhabens auf »author pays« umgestellt werden. Danach zahlen die Forschungseinrichtungen an die Verlage einen Betrag für das Begutachten, die Publikation, die Bearbeitung (»Peer Review«) und das Veröffentlichen im Internet, den so genannten »Article Processing Charge« (APC). Der »APC« von etwa 2.000 britsichen Pfund pro Aufsatz soll aus dem britischen Forschungsetat kommen. Die Kosten der kommerziellen Verlage sollen also nicht mehr über das traditionelle System der Zeitschriftenabonnements der Bibliotheken hereingeholt werden. 

Kritiker des Vorhabens befürchten u.a., dass der Forschungsetat durch anfallende Mehrkosten stark belastet werde und dies wiederum zulasten der Wissenschaft gehe. 

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