Institut für Urheber- und Medienrecht

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26.07.2012; 15:18 Uhr
Geleakter IFPI-Bericht skizziert globale Anti-Piraterie-Strategie der Plattenlabels
Mit Warnhinweisen, Websperren und Lobbyarbeit gegen Internet-Piraterie

Einem internen Bericht des internationalen Verbands der Musikindustrie (International Federation of the Phonographic Industry, kurz IFPI) zufolge will sich die Musikindustrie weiter mittels Websperren, Warnhinweisen und Filtern gegen Urheberrechtsverletzungen im Internet wehren. »Torrent Freak« hat Auszüge aus dem vertraulichen Dokument vom April 2012, das vermutlich versehentlich kurzzeitig online gestellt worden war, veröffentlicht. IFPI skizziere auf etwa 30 Seiten die größten Bedrohungen durch Internet-Piraterie, wie z.B. Tauschbörsen, P2P-Netzwerke, Filehoster bzw. Cyber-Locker, unautorisierte MP3-Seiten, Zahlungs- und Zugangsanbieter sowie Werbenetzwerke und erläutere anschließend ihre globalen Strategien, um darauf zu reagieren. Die Echtheit des Dokuments ist nicht bestätigt. 

Nach dem Bericht der IFPI stehen fünf Reaktionsmöglichkeiten auf die existierende Bedrohung durch Internet-Piraterie zur Verfügung: »Take Down« (Aufforderung an die Betreiber von digitalen Diensten, illegale Inhalte wieder zu entfernen), »Disruption« (Zerschlagung bestehender Strukturen), »Investigation« (Ermittlungen), »Lobbying« (Lobbyarbeit) und »Litigation« (Rechtsverfolgung). Laut IFPI müssten Internetanbieter (ISPs) stärker in die Verantwortung genommen werden, gleichzeitig aber auch die Möglichkeit erhalten, ein Warnhinweismodell implementieren sowie Websites sperren zu dürfen, auch wenn diese außerhalb ihres Zuständigkeitsbereichs, etwa im Ausland, betrieben würden. Zusammenfassend betone die IFPI in dem Papier, wie wichtig »Kooperation, Partnerschaft und Informationsaustausch« sowie die Beziehungen zu Gesetzgebern, Strafverfolgungsbehörden und Richtern sei, um auf Rechtsverletzungen im Netz effektiv - und nicht nur in der Theorie - reagieren zu können. 

Dokumente:

Institutionen:

[IUM/ct]

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