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26.03.2008; 10:52 Uhr
Musikindustrie setzt auf Abo-Modelle und Aufpreise bei Endgeräten
Verhandlungen über »Musikflatrates« für Handy und iPod sowie Kopplung mit Internet-Plattformen
Auf der Suche nach Wegen, die Umsatzrückgänge aus dem klassischen CD-Verkauf aufzufangen, entwickelt die Musikindustrie offenbar neue Vertriebsmöglichkeiten in Zusammenarbeit mit Endgeräteherstellern und Internetanbietern. So sollen Abonnementsmodelle geplant und Pauschalangebote für Online-Musikplattformen mit dem Kauf von Handy oder MP3-Playern gekoppelt werden. Wie die »Financial Times Deutschland« (FTD) am 19.3.2008 berichtete, verhandeln führende US-Musikkonzerne entsprechende Verhandlungen mit Apple, wonach bei einem Kauf eines »iPod« oder »iPhone« bei Zahlung eines Aufschlags zugleich der Zugriff auf das gesamte Angebot von »iTunes« möglich sein soll. Im Gegenzug werden die Konzerne für die Freigabe ihres Repertoires mit einer Pauschale pro Gerät an den Mehreinnahmen beteiligt. Ähnlich funktioniert laut »AFP« vom 25.3.2008 das Angebot von Nokia »Comes with Music«, das gegen einen einmaligen Aufpreis beim Handykauf für ein Jahr den Zugriff auf die gesamte Musik-Bibliothek von Universal Music eröffnet. Dabei sollen die Musiktitel auch auf den PC heruntergeladen und unabhängig vom Vertragshandy sowie nach Ablauf des einjährigen Abos auch auf anderen Endgeräten abgespielt werden können. Ein zweiter Weg sind monatliche Abonnements, die ebenfalls mit Apple verhandelt und von Nokia bereits angeboten werden. Gegen Zahlung von 8 US-Dollar (Apple) oder 10 EUR (Nokia) erhalten die Nutzer unbegrenzten Zugriff auf die gesamte »iTunes«-Bibliothek oder den neuen »Nokia Music Store«. Jedoch können die Musiktitel nur im Streaming-Verfahren auf dem Handy oder MP3-Player wiedergegeben werden, eine Speichermöglichkeit ist grundsätzlich nicht vorgesehen. Laut dem Vorstandschef von Sony BMG, Rolf Schmidt-Holtz, dessen Unternehmen Gespräche sowohl mit Apple als auch mit Nokia führt, sei aber auch denkbar, eine begrenzte Zahl von Titeln - genannt werden 40-50 im Jahr - zum Download und somit zum dauerhaften Verbleib beim Kunden freizugeben. Dokumente:
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