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01.08.2006; 18:35 Uhr
Brüssel: Online-Markt soll wettbewerbsfähiger werden
Kommission leitet Konsultationsverfahren zu Bereitstellung digitaler Online-Inhalte ein

Die Europäische Kommission will die Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle und die grenzüberschreitende Bereitstellung vielfältiger Dienste für Online-Inhalte fördern. Mit ihrer am 28.7.2006 begonnenen öffentlichen Konsultation sucht sie nach Förderungsmöglichkeiten des EU-Binnenmarkts für digitale Online-Inhalte wie Filme, Musik und Spiele. Im Rahmen des bis zum 13.10.2006 laufenden Verfahrens verspricht sich Brüssel zudem Erkenntnisse darüber, wie europäische Technologien und Geräte hierbei helfen können. Die EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien, Viviane Reding, will einen gesamteuropäischen Markt schaffen, da nur auf diesem Autoren und Künstler eine gerechte Belohnung für ihr Talent und ihr Können erhalten könnten.

So interessiert Brüssel unter anderem, ob EU-weite bzw. multinationale Lizenzierungsmodelle oder andere Wege der Rechteklärung das kreative Geschäft befördern könnten, welche rechtliche Schritte hierbei vorzunehmen seien und wie hierbei die Vergütung der Rechteinhaber zu berücksichtigen sei. Ferner will die Kommission wissen, inwieweit bzw. in welchem Umfang Raubkopien von urheberrechtlich geschützten Werken zu materiellen Schäden führen, ob Peer-to-Peer-Technologien auch im Interesse und zum Nutzen der Rechtinhaber genutzt werden könnten und welche Rolle Digital-Rights-Management-Systeme spielen. Ein weiterer Gesichtspunkt ist die Frage, ob und welche regulatorischen Barrieren für die Online-Wirtschaft in den einzelnen Ländern bestehen und welchen Einfluss das Recht des geistigen Eigentums hierbei entfaltet.

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