Institut für Urheber- und Medienrecht

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06.06.2003; 16:05 Uhr
USA: Regisseur verklagt Medienkonzern wegen "unberechtigter Namensnutzung"
Spike Lee verlangt Schadensersatz wegen Sender-Umbenennung in "Spike TV"

Der bekannte afroamerikanische Filmregisseur Spike Lee ("25 Stunden", "Malxom X") hat den US-Medienkonzern Viacom Inc. (Viacom) vor einem Gericht in New York wegen angeblich unberechtigter Namensnutzung verklagt. Nach US-Medienberichten wirft der 46jährige dem Unternehmen vor, die von Viacom für Mitte Juni 2003 geplante Umbenennung des Kabelkanals TNN in "Spike TV" verletze ihn in seinen Namensrechten. "Ich bin äußerst aufgebracht, meinen Namen in Verbindung mit einem Sender zu sehen, obwohl ich niemals in eine Nutzung meines Namens eingewilligt habe", erklärte Lee am 5.6.2003. Nach Auffassung des Regisseurs ist die Umbenennung ein "offensichtlicher" Versuch, ihn mit der von Viacom geplanten Neuausrichtung des Senders auf die Zielgruppe junger, moderner Männer in Verbindung zu bringen. Der Regisseur fordert von Viacom nicht nur, die Umbenennung zu unterlassen, sondern auch Schadensersatz. Viacom warf die Vorwürfe Lees mittlerweile zurück. "Ich kann nicht glauben, dass er davon überzeugt ist, hiermit irgend etwas zu tun zu haben", erklärte Viacom-Vorstandsvorsitzender Sumner Redstone während einer Internet-Konferenz am 4.6.2003. Man sei zuversichtlich, dass das Gericht die Klage abweisen werde.

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[IUM/jz]

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