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25.09.2007; 11:55 Uhr
WDR und SWR stellen Weichen für digitale Zukunft
SWR-Intendant Boudgoust grundsätzlich für Beibehaltung der bisherigen Finanzierung

Der SWR und der WDR beschreiten weiter den Weg in das digitale Zeitalter. Der SWR will in Kürze seinem Rundfunkrat die »ARD-Mediathek« zur Genehmigung vorlegen, über die frühere Radio- und Fernsehsendungen im Internet für sieben Tage zum Abruf bereit gehalten werden soll. Auch WDR-Intendantin Monika Piel und der Vorsitzende des WDR-Rundfunkrats Reinhard Grätz bezeichneten den »Bericht zur Zukunft des WDR in der digitalen Welt« positiv. Danach sollen Fernsehen, Hörfunk und Internet ohne großen Mehraufwand sinnvoll miteinander verknüpft werden, ohne dabei zusätzliche Programmentgelte erheben zu wollen. Dies gelte auch für die Finanzierung der Verbreitung, die durch Umschichtungen und Effizienzsteigerungen erreicht werden soll. Als vorerst »strategische Option« sieht dabei der Bericht das im Aufbau befindliche internetgestützte IPTV an, während mobile Fernseh- und visualisierte Radio-Angebote demnächst in einem DMB-Pilotversuch getestet werden sollen.

SWR-Intendant Peter Boudgoust nahm darüber hinaus laut »Digitalfernsehen.de« vom 25.9.2007 Stellung zu den jüngst bekannt gewordenen Vorschlägen zur Neuordnung des Rundfunkgebührensystems (siehe Meldung hierzu vom 17.9.2007). Danach bezeichnete er eine Orientierung an der Anzahl der Empfangsgeräte wegen der zunehmenden Konvergenz der Geräte als wenig sinnvoll; auch eine Steuerfinanzierung z. B. durch Erhöhung der Mehrwertsteuer sei als staatliche Finanzierung verfassungswidrig. Boudgoust plädierte daher dafür, die bisherigen Regelungen der Rundfunkgebühr grundsätzlich beizubehalten und lediglich einige Ungleichheiten zu korrigieren. Als Beispiel hierfür nannte er eine Befreiung von Hochschulen von der Gebühr, wie dies bereits schon für Schulen gilt.

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