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14.01.2013; 13:47 Uhr
Fritz Wepper verklagt Comedian Atze Schröder
Komiker soll Schadensersatz zahlen und Witze über Fritz Wepper aus Programm streichen

Atze Schröder spottet in seinem aktuellen Showprogramm »Schmerzfrei« über den Schauspieler Fritz Wepper und seine frühere Beziehung mit der deutlich jüngeren Susanne Kellermann (31). Aufgrund der Beschreibung als »abstoßender, gehbehinderter, impotenter alten Lustgreis«, der »...nur 1,50 groß (ist) und mit dritten Zähnen, die er zum Küssen rausnimmt«, hat Fritz Wepper Klage auf Unterlassung und Schadensersatz vor dem Landgericht München (Az.: U 26840/12) eingereicht. Der »Bild«-Zeitung gegenüber begründete der Schauspieler seine Klage damit, dass er beleidigt und verunglimpft und mit Lügen und Schmähungen gedemütigt werde. Er möge Satire, doch die Aussagen gingen unter die Gürtellinie. Denn Atze Schröder macht außerdem Anspielungen auf die Zeugung der aus der Beziehung hervorgegangenen einjährigen Tochter und fordert darauf das Publikum mehrfach auf, lautstark mit ihm zu rufen: »Fritz Wepper - iiihhhh!«.

Angaben der »Bild« zufolge zeigte der Sender RTL das Programm, mit dem Schröder aktuell durch Deutschland tourt, bereits. Es ist außerdem eine DVD davon erhältlich. 

In erster Instanz des einstweiligen Verfügungsverfahrens gab das Gericht dem Komiker recht. Weppers Anwalt kündigte an, »das aber gegebenenfalls höchstrichterlich klären zu lassen«. Außerdem wurde nun Klage auf Schmerzensgeld in Höhe von 25.000 Euro gegen Schröder eingereicht (Az.: 9 O 27677/12).

Dokumente:

[IUM/kr]

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