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07.12.2005; 15:40 Uhr
VPRT-Hörfunkvorstand fordert Stärkung des privaten Radios bei Digitalisierung des Hörfunks ein
Wahrung der föderalen Hörfunkstruktur wird angemahnt

Angesichts der kommenden digitalen Ausgestaltung des Hörfunks warnt der Fachbereich Hörfunk des Verbandes Privater Rundfunk und Telekommunikation e. V. (VPRT) vor einer Benachteiligung von privaten Radioveranstaltern. Zur Stärkung der Gattung Hörfunk lehnt der VPRT daher laut einer Pressemitteilung vom 7.12.2005 die Verteilung von Übertragungskapazitäten ausschließlich unter TV- und Telekommunikationsveranstaltern ab, sondern verlangt die Abbildung der bestehenden Länderstruktur des Hörfunks auch bei neuen Angebotsformen im Bereich von Datenübertragungen wie DMB oder DVB-H. »Radio muss auf allen Übertragungswegen möglich sein«, so Hans-Dieter Hillmoth, VPRT-Vizepräsident und Vorsitzender des Fachbereichs Hörfunk, und betonte zugleich die Bedeutung des privaten Radios für die Meinungsvielfalt.

Bei der Erschließung von nationalen oder länderübergreifenden digitalen Verbreitungswegen soll jedoch der gewachsenen und politisch gewollten länderbezogenen Radiostruktur Rechnung getragen werden, jedoch steht der VPRT nationalen Spartenkanälen im Nachrichten- oder Talkbereich als sinnvoller Ergänzung offen gegenüber. Ferner wird mit Blick auf die gerade erfolgte Begrenzung der Zahl der öffentlich-rechtlichen Hörfunkprogramme im Rundfunkstaatsvertrag eine pauschale 50-Prozent-Zuordnung der neuen Digitalkapazitäten an die ARD-Sender kritisiert:»Privates Radio muss die Chance haben, neue, Programm begleitende sowie interaktive, personalisierte und audiovisuelle Dienste zur Hörerbindung anzubieten. Der diskriminierungsfreie Zugang privater Radios zu weiteren Kapazitäten und Angebotsformen muss sichergestellt werden«, erklärte Hillmoth.

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[IUM/hl]

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