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27.10.2003; 15:17 Uhr
Kompromiss im Streit um so genannten »screener ban« bestätigt
Video- und DVD-Verbot gilt nicht für Oscar-Juroren

Der Kompromiss im Streit um den Versendungsstopp von Filmkopien auf Video und DVD an Oscar-Juroren und andere Preisrichter wurde laut US-Medienberichten vom 24.10.2003 bestätigt. Danach wird der strikte so genannte screener ban für die Mitglieder der Oscar-Akademie aufgelockert. Sie werden nun doch weiterhin Filmkopien der neuesten Streifen erhalten, allerdings nur als VHS-Kassette. Die Empfänger müssen außerdem eine Erklärung unterschreiben, dass sie diese nur zur eigenen Ansicht nutzen und nicht an Unbefugte weitergeben. Ein Verstoß kann den Ausschluss aus der Oscar-Akademie bedeuten.

Die Motion Picture Association of America (MPAA) hatte den »screener ban« verhängt, um die Herstellung von Raubkopien zu verhindern. Die Einschränkung des Versendungsstopps wurde mit der Einzigartigkeit der Oscar-Akademie begründet, deren Mitglieder aus allen Gilden stammten. Von dem Versandverbot fühlten sich vor allem kleine Produktionsunternehmen, deren Filme nur in wenigen Kinos zu sehen sind und somit von Preisrichtern kaum wahrgenommen werden können, betroffen.

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[IUM/kr]

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