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12.04.2012; 14:48 Uhr
DJV verurteilt Hass-Video gegen Journalisten auf »YouTube«
»Journalisten lassen sich nicht vorschreiben, über welche Themen sie wie berichten«

Wie »Welt Online« gestern berichtete, alarmierte ein Hass-Video gegen zwei Journalisten von »Tagesspiegel« und »Frankfurter Rundschau« die Sicherheitsbehörden. In dem zeitweise auf »YouTube« veröffentlichten Video sollen die Namen der betreffenden Journalisten genannt sowie private Fotos und weitere Informationen gezeigt worden sein. Eine Computerstimme soll die Journalisten beschimpft und bedroht haben. Das Video wurde gestern nach fast 1000 Aufrufen wieder von der Internetplattform entfernt.

Hintergrund dieser Hasskampagne sei, so »Spiegel Online«, dass die beiden Journalisten kritisch über die von deutschen Salafisten initierte bundesweite Koran-Verteilung »Lies!« berichtet haben. Bei dieser sollen kostenlos 25 Millionen Ausgaben des Koran in deutschen Städten verteilt werden, mit dem Ziel, Nichtmuslime zum Übertritt in den Islam zu überzeugen.

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) verurteilt die Einschüchterungsversuche gegen Journalisten via »YouTube«. »Kritische Berichterstattung gehört zum Kern der demokratischen Gesellschaft«, so Michael Konken, DJV-Bundesvorsitzender. »Das müssen auch religiöse Eiferer akzeptieren.«

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