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10.03.2008; 11:16 Uhr
Rückgang illegaler Musikdownloads im Internet
Jugendliche nutzen wieder mehr legale Angebote

Einen Rückgang illegaler Musik-Downloads im Internet verzeichnet der Bundesverband Musikindustrie. Wie die »Financial Times Deutschland« (FTD) unter Berufung auf den »Spiegel« meldet, hätten im Jahr 2007 ca. 312 Mio. Lieder unrechtmäßig aus dem Netz heruntergeladen; im Vorjahr waren es noch 374 Mio. Dateien. Der Vorsitzende des Verbands Dieter Gorny sieht die Gründe in diesem Rückgang vor allem massiven rechtlichen Druck, der im letzten Jahr aufgebaut worden sei. Daneben will die Musikindustrie auf mehr Verantwortung bei den Providern setzen. Entsprechende Vorstöße zur Einbindung von Internet-Zugangs-Providern gibt es bereits in Frankreich und Großbritannien; einer englischen Studie zufolge würden schon die vorgeschlagenen Warnungen 70 Prozent der illegalen Filesharer zum Umdenken bringen, berichtete der »Spiegel« am 4.3.2008.

Nach Angaben des Bundesverbands Musikindustrie sei zugleich ein leichter Zuwachs bei den legalen Angeboten zu verzeichnen. So hätten 2007 rund 41,4 Prozent der Bevölkerung auf Download-Angebote zugegriffen gegenüber 40,2 Prozent im Vorjahr. Besonders erfreulich sei hier, dass der Anteil der jugendlichen Käufer zwischen 10 und 19 Jahren in allen Repertoiresegmenten gestiegen sei. »Eine fast schon verloren geglaubte Generation kauft wieder mehr Musik«, kommentierte Stefan Michalk, Geschäftsführer des Bundesverbands Musikindustrie diesen Umstand, zeigte sich aber bei den Ursachen hierfür etwas abwartender als Gorny: »Ob die gestiegene Zahl der Musikkäufer auch auf die Erfolge bei der Bekämpfung von Internetpiraterie zurückzuführen ist, wird sich aber erst in den kommenden Jahren zeigen«.

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