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05.08.2003; 17:11 Uhr
Red Hat geht gerichtlich gegen SCO vor
Verhalten der SCO-Group »unfair und irreführend«

Der »Linux«-Distributor Red Hat gab am 4.8.2003 in einer eigenen Pressemitteilung bekannt, dass man eine Klage gegen den Software-Hersteller SCO eingereicht hat. Beweggrund für die Klage sind die Äußerungen der SCO-Group, Red Hat verletze mit seinen Produkten das geistige Eigentum von SCO. Weiter solle die Beklagte über ihr unfaires und irreführendes Verhalten Rechenschaft ablegen. Matthew Szulik, CEO von Red Hat, bezeichnete das Vorgehen von SCO als »ernstzunehmende Gefahr für Open-Source«. Einige Kunden hätten deswegen schon geplante Software-Käufe verschoben oder storniert, erklärte Szulik. Als weitere Maßnahme zum Schutz der Open-Source-Software gegen kostspielige Gerichtsverfahren wegen etwaiger Streitigkeiten um das geistige Eigentum von SCO hat Red Hat einen Rechtsschutzfond von einer Million Dollar eingerichtet.

Die SCO-Group hatte IBM im März 2003 auf eine Milliarde US-Dollar Schadensersatz mit der Begründung verklagt, entgegen der Lizenzvereinbarung Software vertrieben zu haben, die vom »Unix«-Quellcode abstamme. Die umstrittenen Codezeilen im »Linux«-Software befänden sich im »Linux«-Code zur Non-Uniform Memory Architecture (NUMA), bei den Erweiterungen zum symmetrischen Multiprocessing und beim Journaling File System.

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[IUM/kr]

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