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21.04.2009; 12:53 Uhr
AEPOC will audiovisuelle Piraterie in Osteuropa durch stärkere Aufklärung bekämpfen
Premiere: Händler von illegalen Empfangskarten zu acht Monaten Freiheitsstrafe verurteilt

Der europäische Verband zum Schutz verschlüsselter Inhalte und Dienste, Association Européenne pour la Protection des Œuvres et Services Cryptés (AEPOC) berichtet in einer Pressemitteilung, dass man sich auf einem Vorstandstreffen sowie einer vom tschechischen Kultusministerium einberufenen Tagung in Prag darauf verständigt habe, zukünftig verstärkt gegen audiovisuelle Piraterie und illegale Medienangebote in der Tschechischen Republik und weiteren osteuropäischen Staaten vorzugehen. Dazu solle etwa die breite Öffentlichkeit über die Gefahren von Piraterie für die Wirtschaft und die kulturelle Vielfalt sensibilisiert werden.

Gleichzeitig machte die AEPOC auf einen Fall von illegalem Handel mit Pay-TV-Empfangskarten aufmerksam. Das Landgericht Hamburg hat in zweiter Instanz einen Händler, der insgesamt 1.400 so genannter Smartcards zum Verkauf angeboten hatte, die - mit entsprechender Software bespielt - den illegalen Empfang des Pay-TV-Angebots von Premiere ermöglichten, zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten zu Bewährung verurteilt. 600 dieser Karten seien für insgesamt 33.000 EUR verkauft worden, der Rest der Ware wurde bei einer Razzia beschlagnahmt. Pay-TV-Anbieter Premiere hatte Strafanzeige gegen den Händler wegen Verstoßes gegen § 3 des »Gesetzes über den Schutz von zugangskontrollierten Diensten und von Zugangskontrolldiensten« (ZKDSG) gestellt, das u.a. die Herstellung, die Einfuhr und die Verbreitung von Umgehungsvorrichtungen zu gewerbsmäßigen Zwecken verbietet.

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