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06.06.2013; 17:42 Uhr
Erste Lesung des Gesetzes zur Nutzung verwaister und vergriffener Werke
Börsenverein hofft weiterhin auf Streichung der Regelung zum Zweitveröffentlichungsrecht

Anlässlich der heutigen Ersten Lesung des Gesetzes zur Nutzung verwaister und und vergriffener Werke im Deutschen Bundestag bekräftigt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. (Börsenverein) in seiner Pressemitteilung seine Ablehung des geplanten Zweitveröffentlichungsrechts für Ergebnisse steuerfinanzierter Forschung. Auch in der von der Bundesregierung abgeänderten Fassung (pdf-Datei) bleibe es dabei, dass das Zweitveröffentlichungsrecht keinen Nutzen bringen könne und den Steuerzahler zusätzliches Geld kosten werde, das Wissenschaft und Forschung dringend an anderer Stelle brauchen könnten, so der Vorsitzende des Urheber- und Verlagsrechtsausschusses des Börsenvereins, Jürgen Hogrefe

Schon zum Referentenentwurf des Bundesjustizministeriums (BJM) äußerte der Börsenverein sich kritisch (vgl. Meldung vom 6. März 2013). »Der Wissenschaftsstandort Deutschland benötigt nachhaltige Strukturen für Open Access-Publikationen und keine kostenträchtige und ineffiziente Repositorienlandschaft für nicht zitierfähige Versionen bereits veröffentlichter Zeitschriftenbeiträge«, erklärte Hogrefe in der damaligen Pressemeldung des Börsenvereins zu seiner Stellungnahme zum Referentenentwurf (pdf-Datei) des BJM.  

Zu der Urheberrechtsnovelle wird der Rechtsausschuss einer aktuellen Meldung des Bundestags zufolge am kommenden Montag eine öffentliche Anhörung durchführen. Der Börsenverein hofft trotz der kurzen Zeit bis zum Ende der Legislaturperiode, dass die Regelung zum Zweitveröffentlichungsrecht während der parlamentarischen Beratungen noch gestrichen werde oder zumindest wesentliche Änderungen erfahre. Um dieses Ziel zu erreichen, hat der Börsenverein eine weitere Stellungnahme zur Urheberrechtsnovelle (pdf-Datei) verfasst. »Wissenschaft und Forschung sind zu wichtig, als dass Deutschland sich Rahmenbedingungen leisten könnte, in denen die Nachhaltigkeit der wissenschaftlichen Literaturversorgung in Gefahr gerät«, betont Hogrefe

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