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11.11.2004; 18:13 Uhr
US-Studie: Musik-Tauschbörsen sind ausschlaggebend für Umsatzeinbrüche
Kaufbereitschaft bei Studenten sinkt um 26%

Die Verbreitung von Musik über das Internet ist mitursächlich für die Umsatzeinbrüche in der Musikindustrie. Zu diesem Schluss kommt laut einer Pressemitteilung des U.S. National Bureau of Economic Research (NBER) eine Untersuchung zweier Professoren der University of Pennsylvania. Die Verfasser des »Piracy on the High Cs«, Rafael Rob und Joel Waldfogel, kommen zu dem Ergebnis, dass die Möglichkeit zum Download die Bereitschaft zum Kauf eines Albums um über 20 Prozent verringert. Für die Studie, die in Zusammenarbeit mit dem NBER entstanden ist, wurden 412 Studenten befragt. Diese gaben an, wenn eine Möglichkeit zum illegalen Download bestünde, ihre Ausgaben für Musik jeweils von 126 US-Dollar auf 100 US-Dollar zu reduzieren.

Zur entgegengesetzten Erkenntnis kam eine von der Harvard Business School in Zusammenarbeit mit der University of North Carolina erstellte Studie vom März 2004. Über einen Zeitraum von 17 Wochen zum Ende des Jahres 2002 wurde das Downloadverhalten einiger Nutzer der Tauschbörse OpenNap beobachtet und mit Plattenverkäufen im gleichen Zeitraum verglichen. Die Verfasser kommen zu dem Schluss, dass kein Zusammenhang zwischen der Nutzung digitaler Musik und der abnehmenden Kaufbereitschaft von Musik-CDs hergestellt werden kann.

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