mobiles Menü Institut für Urheber- und Medienrecht
21.10.2011; 16:57 Uhr
Urheberrechtsreform: Deutsche Content Allianz fordert BMJ zum Handeln auf
»Stillstand geht zu Lasten der Kulturschaffenden und wirkt einer Etablierung legaler Geschäftsmodelle entgegen«

Die Deutsche Content Allianz, die im Frühjahr ins Leben gerufen wurde (vgl. Meldung vom 14. April 2011) fordert in einer Presseerklärung anlässlich ihres dieswöchigen Treffens mit Kulturstaatsminister Bernd Neumann das Bundesjustizministerium dazu auf, den Dritten Korb voranzubringen. Die Vorschläge des Kulturstaatsministers in seinem »Zwölf-Punkte-Papier zum Schutz des geistigen Eigentums im digitalen Zeitalter« müssten endlich umgesetzt werden. Stattdessen fänden »kultur- und netzpolitische Debatten statt, die sich einseitig an den technischen Infrastrukturen im Internet orientieren und den kulturellen und wirtschaftlichen Wert von Medieninhalten sowie auch die Leistungen der Kulturschaffenden in den Hintergrund rücken«. Neumann hatte unter anderem eine Stärkung des Urhebers und dessen Einkünften, vor allem durch EU-Harmonisierung des Urheber- und Urheberwahrnehmungsrechts mit Blick auf die Online-Lizenzierung, und die Einführung eines Leistungsschutzrechtes für Presseverleger sowie eine Weiterentwicklung der Providerhaftung gefordert (vgl. Meldung vom 28. Oktober 2010). Zudem sei die Einführung eines abgestuften Systems bei Urheberrechtsverletzungen nach Ansicht der Content Allianz sinnvoll. Aus einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung gehe hervor, dass die Mehrheit der Bevölkerung meint, Warnhinweise brächten Rechtsverletzer dazu, ihr Verhalten einzustellen.

 

Dokumente:

[IUM/eg]

Permanenter Link zu dieser News Nr. 4395:

https://www.urheberrecht.org/news/4395/


Zurück zur Liste


Der kostenlose Service unserer Online-Redaktion.

Das IUM dokumentiert die politischen und rechtlichen Entwicklungen aus dem Bereich des Urheber- und Medienrechts und gibt einen tagesaktuellen Newsletter heraus. Dieser informiert über neue Gerichtsentscheidungen und laufende Gesetzgebungsverfahren und ist dabei dem Gebot strikter Neutralität verpflichtet. Fördermitglieder erhalten den Newsletter vorab per E-Mail. Sein Inhalt wird hier dokumentiert.

Hier können Sie sich für den IUM Newsletter anmelden!

Gerne schicken wir Ihnen auch alle aktuellen Informationen per Mail.