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09.07.2013; 19:14 Uhr
EU-Parlament verabschiedet Bericht zur Erleichterung der Online-Lizenzierung von Musik
»Faire Balance zwischen Urhebern und Nutzern«, »Mehr Wettbewerb« und »Neue Geschäftsmodelle im Musikmarkt«

Nach einem Bericht, den der Rechtsausschuss des EU-Parlaments heute einstimmig verabschiedet hat, sollen Musikplattformen in Zukunft einfacher Lizenzen und Künstler rascher ihre Vergütung erhalten. Die Tantiemen aus den Einnahmen müssten nach dem aktuellen Vorschlag spätestens drei statt wie von der EU-Kommission vorgeschlagen zwölf Monate nach dem Ende des Finanzjahres vom Anbieter an die Urheber fließen.

Wie »Heise Online« berichtet, sieht der Beschluss der Parlamentarier weitere drastische Änderungen an der Kommissions-Vorlage vor. So sollen Verwertungsgesellschaften zu gleichen Bedingungen lizenzieren müssen, um so den Zugang auch zu weniger populären Stücken zu fördern. Ferner sollen Autoren und ausführende Künstler eine bessere Kontrolle über das Management ihrer Rechte erhalten, in dem sie sich frei für eine Verwertungsgesellschaft entscheiden und sich einfacher an deren Entscheidungsprozessen beteiligen können sollen. Kernstück der geplanten leichteren grenzüberschreitenden Lizenzierung sei die Vorschrift für Verwertungsgesellschaften, eine online abrufbare Datenbank bereitzustellen, in der sie ihr für das Internet geöffnete Repertoire nachprüfbar bereithalten. So soll mehr Wettbewerb entstehen und der Weg für neue Geschäftsmodelle im Musikmarkt freigemacht werden. 

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