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31.01.2019; 20:41 Uhr
EU-Urheberrechtsreform: Medienverbände rufen zur Einigung auf
Offener Brief an Deutschland und Frankreich

Europäische Medien-, Journalisten- und Verlegerverbände appellieren mit einem am 31. Januar 2019 veröffentlichten offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel und den französichen Präsidenten Emmanuel Macron, »jetzt tätig zu werden und eine rechtzeitige Einigung über die Urheberrechtsrichtlinie zu erzielen«. Das berichtet »Die Welt«. 

»Online-Plattformen verwenden regelmäßig redaktionelle Inhalte von Verlagen und Nachrichtenagenturen, um Werbeeinnahmen zu erzielen«, zitiert »Die Welt« aus dem Brief. Agenturen, Herausgeber und Journalisten würden für die Übernahme aber nicht entschädigt. Ohne einen eindeutigen rechtlichen Schutz aller inhaltlichen Angebote von Presseverlegern sei »die Zukunftsfähigkeit der unabhängigen Presse und des professionellen Journalismus gefährdet«. 

Ursprünglich war für den 21. Januar 2019 ein Treffen anberaumt, um final über die EU-Urheberrechtsrichtlinie zu verhandeln. Die Trilogverhandlungen wurden vorerst ausgesetzt und der Termin kurzfristig abgesagt, da elf Länder den letzten Kompromissvorschlag der rumänsichen EU-Ratspräsidentschaft ablehnten (vgl. Meldung vom 20. Januar 2019).

Dokumente:

[IUM/ct]

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