Institut für Urheber- und Medienrecht

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05.07.2006; 18:05 Uhr
Kulturstaatsminister präsentiert neues Konzept zur Filmförderung
60 Mio. EUR jährlich ab 2007 für die Dauer der Legislatur eingeplant

Die Bundesregierung hat ein neues Modell zur Stärkung der Filmproduktion in Deutschland beschlossen. Mit der Verabschiedung des Haushaltsentwurfs für das Jahr 2007 sollen bis zum Ende der Legislatur jeweils 60 Mio. EUR jährlich zur Filmfinanzierung zur Verfügung gestellt werden. Dabei lehnt sich das Förderungskonzept laut einer Pressemitteilung des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Kulturstaatsminister Bernd Neumann, an das seit April diesen Jahres in Großbritannien geltende Förderungsmodell an. Zukünftig sollen Produzenten für die Herstellung eines Kinofilms zwischen 15 und 20 Prozent der in Deutschland ausgegebenen Produktionskosten erstattet werden. Die genauen Vergabekriterien werde eine Expertengruppe erarbeiten, so Neumann. Der Kulturstaatsminister erhofft sich von dem neuen Anreizmodell, die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Filmwirtschaft zu stärken und Deutschland zugleich für internationale Großproduktionen attraktiver zu machen.

Mit seinem Erstattungsmodell schlägt Neumann nun doch einen anderen Weg ein - noch im Februar 2006 favorisierte er ein Steuerstundungsmodell, bei dem der Investor seine Steuerlast um seinen Investitionsbetrag hätte senken können (siehe Meldung vom 13.2.2006). Eine Neuregelung der Filmförderung war notwendig geworden, nachdem die Bundesregierung im November 2005 das Ende von steuerbegünstigten Medienfonds beschlossen hatte.

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