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30.01.2008; 09:24 Uhr
SPD und Private halten Werbung bei ARD und ZDF für verzichtbar
WDR-Intendantin erneuert Forderung nach Ausstieg aus Sponsoring nach 20 Uhr
Die Werbung bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten bleibt weiterhin Gegenstand der Diskussion. Wie »Spiegel Online« am 29.1.2008 meldet, fordern die medienpolitischen Sprecher der SPD-Landtags- und Bundestagsfraktionen von ARD und ZDF ein Konzept, wie ein Verzicht auf Werbung in deren Programmen umgesetzt werden könne und welche Konsequenzen dies für Programminhalte, z. B. weniger Berichterstattung über Sportveranstaltungen, oder die Finanzierung der Sender habe. Die gleiche Forderung, aber mit einer anderen Begründung erhebt auch die SevenOne Media, Forschungs- und Werbetochter der ProSiebenSat.1 Media AG. Ergebnis einer von ihr durchgeführten Studie sei, dass das Argument von ARD und ZDF wie auch der Werbewirtschaft nicht ziehe, die gehobenen Zielgruppen und Selektivseher während des Werberahmenprogramms zwischen 17 Uhr und 20 Uhr bei den Öffentlich-Rechtlichen besser erreichen zu können als bei den Privatsendern. Genau das Gegenteil sei der Studie zufolge der Fall: So würden beispielsweise die Privatsender in dem genannten Zeitrahmen bei den Zuschauern mit höherer Bildung (weiterführende Schule, Abitur, Hochschule, Studium) mit 52,1 Prozent einen fast doppelt so hohen Marktanteil als ARD und ZDF mit 26,3 Prozent erzielen. Unterdes wiederholte auch WDR-Intendantin Monika Piel laut »Digitalfernsehen.de« ihre Forderung nach einem Verzicht auf Sponsoring nach 20 Uhr, außer bei Sportsendungen. Aktualisierung vom 31.1.2008 Der Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT)begrüßte den Vorschlag der medienpolitischen Sprecher der SPD. »Eingedenk des straffen wirtschaftlichen Korsetts, im Rahmen dessen die Refinanzierung privater Rundfunkangebote erkämpft werden muss, wäre dies ein erster Schritt hin zu einer Systemgerechtigkeit zwischen beiden Säulen des Dualen Systems«, erklärte Tobias Schmid, Vizepräsident und Vorsitzender des Fachbereichs Fernsehen und Multimedia des VPRT. Dokumente:
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