Institut für Urheber- und Medienrecht

Home » News  
   
Die Redaktion weist darauf hin, dass die Meldungen nicht die Meinung des Instituts wiedergeben. Alle Rechte, insbesondere Urheberrechte, vorbehalten.

03.02.2010; 15:14 Uhr
Bündnis 90/Grüne stellt Normenkontrollantrag gegen ZDF-Staatsvertrag vor
Erster Antragsentwurf in Berlin präsentiert

Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat heute den im Dezember angekündigten Normenkontrollantrag gegen den ZDF-Staatsvertrag (ZDF-StV) (vgl. Meldung vom 18. Dezember 2009) in Berlin vorgestellt.

Der vom Mainzer Verfassungsrechtler Dieter Dörr ausgearbeitete Entwurf enthält den Antrag, den »ZDF-Staatsvertrag für unvereinbar mit dem Grundrecht der Rundfunkfreiheit sowie dem Willkürverbot zu erklären«, wie die »Süddeutsche Zeitung (SZ)« berichtet. Das Bundesverfassungsgericht solle prüfen, ob die Zusammensetzung von Fernsehrat und Verwaltungsrat das Gebot der Staatsferne im Rundfunk verletzt. Die Aufgaben und die Zusammensetzung dieser beiden ZDF-Organe sind in §§ 19 ff. ZDF-StV geregelt. Nach § 24 ZDF-StV werden acht der vierzehn Mitglieder des Verwaltungsrates vom Fernsehrat gewählt. Die anderen sechs Mitglieder bestehen aus fünf Ländervertretern und einem Vertreter des Bundes. § 21 ZDF-StV regelt die Zusammensetzung des Fernsehrates. Dörr formuliert laut »SZ« im Antragsentwurf, 50 der Fernsehratsmitglieder seien der »staatlichen Sphäre« zuzuordnen. Aus einer mangelnden Staatsferne im Fernsehrat folge eine »verfassungswidrige Besetzung« des Verwaltungsrates.

Der Bundesvorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes, Michael Konken, nahm zu dem Alternativ-Vorschlag Kurt Becks (vgl. Meldung vom 7. Dezember 2009) Stellung. Eine Änderung des ZDF-StV in der Länderkommission sei aufgrund der dafür erforderlichen Zustimmung aller Ministerpräsidenten nicht realisierbar.

Dokumente:

[IUM/eg]

Permanenter Link zu dieser News Nr. 3856:

http://www.urheberrecht.org/news/3856/


Zurück zur Liste


Nach  

Bitte beachten Sie:
  • Als Förderer des Instituts erhalten Sie die aktuellen Nachrichten auch via Email-Newsletter. Bitte wenden Sie sich mit diesbezüglichen Fragen per Email an uns.
  • Die News können auch via RSS-Feed abgerufen werden.

 

Seitenanfang