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23.10.2013; 18:35 Uhr
Bibliotheksverband fordert Gesetzesinitiative zur Gleichstellung von E-Books
»Bibliotheken brauchen E-Books« - »Gesetzesänderung notwendig«

Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) sieht bei der elektronischen Ausleihe von E-Books den Gesetzgeber gefragt, um auch für digitale Angebote der Öffentlichen Bibliotheken Rechtssicherheit zu schaffen. Angesichts des stets wachsenden Angebots digitaler Medien sei es ein großes Problem, dass Bibliotheken ihren Nutzerinnen und Nutzern E-Books nicht ohne weitere Vereinbarungen mit den Rechteinhabern zum befristeten elektronischen Download zur Verfügung stellen können. Die Bibliotheken müssten über die Lizenzierung jedes einzelnen E-Books verhandeln, so der dbv in seiner gestrigen Pressemeldung.

Solange die Frage der Entleihbarkeit von elektronischen Medien durch Bibliotheken nicht ebenso gesetzlich geregelt ist wie für gedruckte Bücher, sehe der dbv den Grundauftrag der Öffentlichen Bibliotheken, einen für jedermann zugänglichen Zugang zu Informationen und Wissen in allen Erscheinungs- und Ausgabeformen zur Verfügung zu stellen, in Frage gestellt. Daher fordert der dbv den Bundestag auf, rasch über eine gesetzliche Regelung zu debattieren, die die Öffentlichen Bibliotheken in die Lage versetzt, »jedes in Deutschland erschienene E-Book zu erwerben und zur Nutzung bereitzustellen«. 

Auch bei der rechtssicheren Klarstellung der Buchpreisbindung bei E-Books sowie der steuerlichen Behandlung von E-Books und anderen elektronischen Informationsressourcen sieht der dbv dringenden Regelungsbedarf. 

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