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10.06.2015; 20:29 Uhr
Produzentenallianz spricht sich gegen geplantes EU-Geoblocking-Verbot aus
»Schaffung eines einheitlichen digitalen Binnenmarktes vernichtet Grundlage für Finanzierung und Vermarktung europäischer Filme«

Laut einer eigenen Pressemitteilung vom 10. Juni 2015 sieht die Produzentenallianz die von der Europäischen Kommission geplante Schaffung eines europäischen Binnenmarkts im Online-Bereich (vgl. hierzu die Meldung vom 20. Januar 2015) äußerst kritisch. Das hierzu erforderliche Verbot von Geoblocking-Maßnahmen behindert nach Ansicht der Produzenten eine erfolgreiche Wertschöpfung im Filmbereich. Diese erfordere die Vergabe territorial begrenzter Lizenzen, die nur durch Geoblocking-Maßnahmen gewährleistet werden könnten.

Alexander Thies, Vorsitzender des Gesamtvorstands der Produzentenallianz, sieht in der Schaffung eines einheitlichen digitalen Binnenmarktes die Vernichtung der Grundlage für die Finanzierung und Vermarktung europäischer Filme. »Ein dramatischer Preisverfall für Linzenzen und Garantiezahlungen würde die Realisierung von Filmen, die durch ihre nationale Herkunft geprägt sind und die gerade die Vielfalt des europäischen Filmschaffens ausmachen, katastrophal schwächen«, so Thies. Die Politik blende »für das Dogma des digitalen Binnenmarktes« die Gegebenheiten des Marktes aus. Das Verbots des Geoblockings führt nach Ansicht Thies' nicht zu einer Zunahme der Zahl eruopaweit verfügbarer europäischer Filme, sondern hätte einen dramatischen Rückgang der Filmproduktion in Europa und einen Verlust der kulturellen Vielfalt in diesem Bereich zur Folge. 

 

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[IUM/kr]

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