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04.12.2017; 20:57 Uhr
Springer und Burda legen Streit um »Inhalteklau« vorerst bei
Außergerichtliche Einigung der Großverlage

Die vom Axel-Springer-Verlag gegen Burda Media erhobene Wettbewerbs- und Urheberrechtsklage wegen »systematischer Reproduktion« exklusiver bei »BILDPlus« abrufbarer Bezahlinhalte durch »Focus Online« ist vorerst beigelegt, wie »Meedia« berichtet.

Mit Einreichung der Wettbewerbs- und Urheberrechtsklage im Januar berief sich der Axel-Springer-Verlag auf eine gezielte Behinderung des digitalen Geschäftsmodells von »BILDPlus« sowie auf eine Verletzung des Datenbankrechts nach § 87b UrhG (vgl. Meldung vom 18. Januar 2017). Burda wies die Vorwürfe von sich. Daniel Steil, Chefredakteur von »Focus Online«, konterte: die Klage diene »offenbar keinem juristischen Zweck, sondern der kampagnenartigen Diskreditierung eines erfolgreichen Mitbewerbers«.

Bereits im Februar sollte die Wettbewerbsklage verhandelt werden. Nun haben sich die beiden Verlage nach Informationen von »Meedia«, nicht zuletzt wegen den negativen Auswirkungen eines Rechtsstreits zwischen zwei führenden Verlagen auf das Ansehen der ganzen Branche, außergerichtlich geeinigt. Einzelheiten zum Inhalt der Einigung sind nicht bekannt. 

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[IUM/ct]

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