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20.09.2007; 09:24 Uhr
VDD sieht Verbesserungsbedarf bei nationaler Drehbuchförderung
Verband legt Positionen zur FFG-Novelle vor

Die Erhebung der Filmabgabe endet mit dem 31.12.2008, eine Novellierung des Filmförderungsgesetzes (FFG) steht also ins Haus. Dementsprechend beginnen sich die verschiedenen Interessengruppen mit ihren Vorschlägen in Position zu bringen, mit denen sie, wie sollte es anders sein, jeweils eine Verbesserung der Stellung ihrer Mitglieder anmahnen. Jetzt hat auch der Verband Deutscher Drehbuchautoren e.V. (VDD) seine Anregungen präsentiert und dabei zunächst eine gegenüber anderen europäischen Staaten weniger effiziente Förderung der Stoffentwicklung konstatiert. So liege das Verhältnis zwischen jedem produzierten Film und in der Entwicklung stehenden Stoffen in Deutschland bei 1:1, der europäische Durchschnitt jedoch bei 1:3-5, in den USA sogar bei 1:20. eine Verbesserung der Stellung von Kreativen gefordert,

Um dem abzuhelfen und vor allem von Autoren und Regisseure besser zu fördern, sei vorrangig eine Angleichung des prozentualen Anteils der Drehbuchförderung in § 68 Abs. 1 FFG von zwei auf fünf Prozent dazu geeignet, qualitativ hochwertige Filme zu entwickeln. Im Zusammenhang damit schlägt der VDD neue Wege der Drehbuchförderung vor. Der Verband orientiert sich dabei an Modellen anderer europäischer Staaten und will u. a. das Reservoir ohne Auftrag geschriebener Drehbücher erhöhen, indem die Förderung einer ersten Drehbuchfassung auf zuvor eingereichter Exposées in Aussicht gestellt werden soll (»Seedfunding«-Modell). Weitere Punkte betreffen die Erhöhung der Drehbuchförderung auf 30.000 EUR, die Einführung einer Förderung von Debütautoren sowie eine Reform der Drehbuchfortentwicklung. Ferner soll nach Meinung des VDD das Antragsverfahren in § 48 FFG geändert werden, um vermehrt erfahrene Autoren zu animieren, Drehbücher einzureichen.

Weiteren Verbesserungsbedarf sehen die Drehbuchautoren dabei, eine Abwanderung von erfolgreichen Kinofilmautoren zum Fernsehen zu verhindern. Hierfür schlägt der Verband die Einführung einer Referenzmittelförderung für Autoren vor, um im Erfolgsfall den Autoren die Möglichkeit und Sicherheit zu geben, ihr nächstes Kinofilmprojekt unabhängig entwickeln zu können. Ergänzend dazu soll bei Low-Budget-Filmen (bis 250.000 EUR) neben dem Hersteller auch der Autor oder Autor-Regisseur zum Antrag einer Projektfilmförderung gem. § 33 FFG berechtigt sein. Als weiteren wichtigen Punkt sieht der VDD Ergänzung des § 39 FFG zur Ausgestaltung der Rückzahlung von ausgegebenen Darlehen. Dabei sollen günstigere Bedingungen für den Rückzahlungsanteil zugelassen werden, damit die Drehbuchautoren im Rahmen der Verhandlungen über eine Gemeinsame Vergütungsregel gem. § 36 UrhG eine Beteiligung an den durch jede Verwertung des Films erzielten Erlösen zu erreichen. Bislang stand dem der Vorbehalt der Produzenten entgegen, zunächst ihren Eigenanteil refinanzieren zu müssen.

Bereits vor dem VDD haben die Arbeitsgemeinschaft Kino - Gilde deutscher Filmkunsttheater e.V. (AG Kino - Gilde) sowie der Verband der Filmverleiher e.V. (VdF) ihre Positionen vorgelegt, in denen sie ihrerseits u. a. höhere prozentuale Beteiligungen in § 68 FFG forderten (siehe Meldungen vom 18.6. und 16.2.2007).

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[IUM/hl]

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