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15.01.2008; 14:55 Uhr
Weg für Handy-TV via DVB-H ist frei
Gesamtkonferenz der Landesmedienanstalten geben Mobile 3.0 den Zuschlag

Der Plattformbetreiber Mobile 3.0 soll die Sendelizenz für den geplanten Versuchsbetrieb von mobilen Fernsehen, dem »Handy-TV«, auf der Basis des DVB-H-Standards erhalten. Die Gesamtkonferenz der Landesmedienanstalten (GK) entschied am 15.1.2008, eine entsprechende Empfehlung an die Landesmedienanstalten der Bundesländer auszusprechen; letztere sind für die Genehmigung des Sendebetriebs zuständig. Damit wird als Sendestart weiterhin die Fußball-Europameisterschaft, spätestens der 1.6.2008 angepeilt. Der Probebetrieb von DVB-H läuft zunächst für mindestens drei Jahre. Die telekommunikationsrechtliche Zuweisung der DVB-H-Frequenz zum Betrieb des entsprechenden Sendernetzes hatte die Bundesnetzagentur der T-Systems Media & Broadcast GmbH am 15.10.2007 zugewiesen.

In den vergangenen Monaten hatte der Plattformbetreiber, ein Konsortium des Mobile-TV-Providers Mobiles Fernsehen Deutschland GmbH (MFD) und der Neva Media GmbH, Schwierigkeiten, den Anforderungen der GK gerecht zu werden (siehe Meldungen vom 22.11. und 6.12.2007), zuletzt aber hatten sich dann doch Fortschritte abgezeichnet. Entsprechend dem für den Betrieb vorgelegten Belegungsvorschlag sowie der Verträge mit den Programmveranstaltern werden die beiden öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF, die privaten Sender RTL, Vox, Sat.1 und ProSieben sowie mit n24 und n-tv zwei private Informationsprogramme zu sehen sein. Dazu kommen mit Digital 5, bigBuddy und KickFM weitere Angebote von Hörfunkveranstaltern, ein Grundkonzept für regionale Angebote soll in den nächsten Wochen vervollständigt werden. Der Vorsitzende der Direktorenkonferenz, Thomas Langheinrich, lobte die Arbeit der Landesmedienanstalten und sieht nun Mobile 3.0 am Zug: »Jetzt sind die Marktteilnehmer am Zug und müssen durch gute Vermarktung und attraktive Programme das Projekt zum Erfolg führen«.

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